Über Uns - SCHLIEREN (Schweiz) AG | Wagons und Aufzüge

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        Bewegte Tradition



Die Marke SCHLIEREN war ein führender Anbieter in der Entwicklung und dem Bau von Schienenfahrzeugen, Personen- und Warenaufzügen und Spezialantrieben für das In- und Ausland. Seit 1960 gehört SCHLIEREN zum Schindler Konzern. Das Werk in Schlieren ZH wurde 1985 geschlossen. Der Verein WAGI Schlieren entstand aus dem industriehistorischen Erbe des Unternehmens. Dieser pflegt bis heute mit über 150 Mitgliedern das weiterleben der Traditionsmarke SCHLIEREN.

1899



Die Schweizerische Wagonsfabrik Schlieren entsteht






Es war Johann Caspar Geissberger welcher nach der Wanderschaft durch Deutschland, Frankreich und der Schweiz nach Zürich kam, wo er bereits 1859 die damalige Wagenfabrik Vogel an der Wiesenstrasse 10 im Zürcher Seefeld übernahm.

Am 14. März 1895 reichte Geissberger dem Gemeinderat Schlieren ein Kaufgesuch für rund 39´600 Quadratmeter Land ein. Das Areal grenzte an das Trasse der damaligen Nordostbahn. Auf diesem Grundstück baute Geissberger grosszügig konzipierte Werkstätten. Die Firma Geissberger & Cie beabsichtigte einerseits die Produktion von Luxus- und Lastwagen, sowie die Verfeinerung von Wagenräder in Schlieren auf eine breitere Basis zu stellen. Die Eintragung der damals neuen Aktiengesellschaft im Handelsregister erfolgte am 19. Dezember 1899.

1900




Im Jahre 1901 wurde der von Geissberger & Cie. übernommene Teil der Luxus Pferdefuhrwerke in Schlieren definitiv eingestellt und der Fokus galt nun dem Bau von Schienenfahrzeugen. Ein neuer Geschäftszweig, der einerseits durch den Bau einer grösseren Zahl von elektrischen Schmalspurbahnen, sowie auch die Umstellung der damaligen stadtzürcherischen Strassenbahn auf elektrischen Betrieb, sehr lukrativ wurde. Aus diesem Grund erfolgte 1901 die weitere Umbenennung in Schweizerische Wagonsfabrik A.G Schlieren.

Die Konzentration auf den Wagonbau und die damit verbundene Umstellung im Fabrikationsprogramm führten auch zu einer Veränderung in der seit der Gründung massgeblichen Zusammensetzung der Persönlichkeiten. Es ist der Zeitpunkt wo die Firmenabkürzung SWS ihren Ursprung nimmt und bereits zu dieser Zeit beginnt sich die Wirksamkeit eines Mannes abzuzeichnen, der fortan während mehr als vierzig Jahren die Geschichte unseres Unternehmens massgebend prägte: Des künftigen Direktors Josef Koch.

1910



Bereits bestellten auch ausländische Bahngesellschaften erste Fahrzeuge in bei uns. So konnten wir einige vierachsige Wagen für die Orientalischen Bahnen nach Konstantinopel liefern und später für die Bern-Lötschberg-Simplon Bahn.

1917 machte ein mysteriöses Gerücht die Runde, die SWS sei in deutschen Besitz übergegangen. Die SWS dementierte dies in öffentlichen Amtsblättern.
Noch in der Zeit des ersten Weltkrieges übernahmen wir im Jahre 1917 das Aufzugsgeschäft der damaligen Aufzüge- und Räderfabrik Seebach AG (ARSAG). In der Folge konnte ein weiterer wichtiger Geschäftszweig integriert werden.

Zwischen 1918 und 1919 gelang unseren Ingenieuren unter der Leitung von Flugpionier Adolf Schaedler die Planung und die Realisierung des Prototyp-Abfangjäger SWS C-1 für die Schweizer Luftwaffe welche erstmals auch der Einstieg in den Flugzeugbau in Schlieren war.





1930


Die Jahre 1929 - 1930 brachten Vollbeschäftigung. Der ständig steigende Umsatz erforderte den Ausbau unserer Werk-stätten in Schlieren und den technischen Büros. Ebenfalls im Jahre 1930 gelingt unseren Entwicklern im Aufzugbau eine Weltneuheit. Die erste Aufzugsteuerung welche mit Gleichstrom läuft. Diese Entwicklung verschaffte unserem Unternehmen internationales Ansehen.




Der Auftrag einer Studie für eine neue Wagenserie mit vermindertem Wagengewicht gegenüber den schweren Stahlwagen, die rund 45 Tonnen wogen, einer um 5 km/h höheren Kurvengeschwindigkeit bei gleich bleibendem oder verbessertem Komfort erteilte der Zugförderungs- und Werkstättendienst der SBB im Jahre 1932 an uns.

Es entstand ein Prototyp Leichstahlwagen, welcher ab 1937 serienmässig an die SBB und weitere Privatbahnen abgeliefert wurde. In die Jahre 1936 - 38 fallen besonders gewichtig der erste Lizenzbauauftrag aus Deutschland für eine Rolltreppe nach Holland.



1950



Mittlerweile beschäftigte unser Unternehmen rund 2000 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen im Werk. Kerngeschäfte blieben nach wie vor der Bau von Schienenfahrzeugen, Aufbauten für Aufzugs-anlagen. 1952 bringen wir den Variotron Antrieb für Aufzüge auf den Markt.







Es handelte sich um den ersten elektronisch regulierten Aufzug der Welt. Dieses System beschleunigte und verzögerte den Lauf des Aufzugs stufenlos und kontrollierte die Geschwindigkeit nach einem genau vorgeschriebenen Programm.

In einem von den SBB im Jahre 1954 unter den Wagonsbaufirmen der Schweiz veranstalteten Wettbewerb galt es, das Bewährteste und das Vorteilhafteste der bisherigen Wagentypen in einem neu zu schaffenden Wagen zu vereinen und eine Konstruktion zu finden, die eine Serienfabrikation technisch einwandfrei durchführbar und preislich günstig werden liess. SWS und SIG bekamen als die Gewinner dieses Wettbewerbes im Februar 1955 den Auftrag zur Herstellung von je zwei Prototypen, und innert Jahresfrist konnten die beiden Wagen, welche unter dem Namen Einheitswagen l bekannt wurden, geschaffen werden.

Im Jahre 1858 gab die Pars-Finanz der Schindler Holding bekannt rund 30 Prozent des Aktienkapitals von Schlieren aufgekauft zu haben. Es folgte schliesslich 1960 die Übernahme durch den Schindler Konzern. Schlieren wurde als eigenständiger Konzern in der Schindler-Gruppe weitergeführt.


1970


Im Jahre 1970 erweitern wir unser Produktionsfeld und bauen erstmals einen Reflektor zur Sonnen-forschung für die ETH Zürich. 1973 bauen wir mit Von Roll die erste 3 Dimensionen
Förderanlage.



Dies leitete wiederum einen Grundstein für die Produkteerweiterung. Die Nachfrage nach Förderanlagen stieg in dieser Zeit enorm an und brachte einen hohen Bestelleingang bei den Fabrikationsfirmen.

Ebenfalls in das Jahr 1973 fällt der Vertragsabschluss mit der EUROFIMA für den Bau von 63 Schlafwagen vom Typ T2S für verschiedene europäische Staatsbahnen. Unser Unternehmen war federführend in der Entwicklung und dem Bau dieses Schlafwagentyps. Das S in der Bezeichnung steht daher auch für Schlieren.
1985


Im August 1985 wurde das Werk in Schlieren definitiv geschlossen. Rund 740 Mitarbeiter /innen waren damals vom Schliessungsentscheid betroffen. Mit einem Sozialplan gelang es die grösste Massenentlassung im Sektor Maschienenbau seit dem zweiten Weltkrieg abzufedern. Mit einer Flächensprengung wurden grosse Teile des rund 126`000 qm grossen Werksareal binnen zwei Tagen gesprengt. Dank privaten Investoren gelang es in grossen Teilen des ehemaligen Areals innert kurzer Zeit wieder Kleingewerbe anzusiedeln. Darunter auch das damals neue Druckereizentrum der NZZ.




2016


Im Jahre 2016 wird eine IG gegründet, welche das historische Erbe des Unternehmens für die Nachwelt erhalten soll. Damit wurde der Grundstein für das heutige Firmenmuseum so wie die weiteren Dienstleistungen von SCHLIEREN gelegt. Die Sammlung umfasste damals schätzungsweise 300 Ausstellungs-stücke aus dem Betriebsalltag der SWS. Zwei Jahre zuvor wurde der sogenannte Wagi-Fonds durch die Stadt Schlieren eingestellt. Bereits im Jahre 2017 gelang es den Verantwortlichen eine Räumlichkeit auf dem ehemaligen Werksareal für eine kleinere Ausstellung anzumieten.







2020


Nach Verhandlungen mit der Stadt Schlieren wurde schliesslich grünes Licht gegeben für einen jährlich wiederkehrenden Betriebsbeitrag an das Wagi-Museum. Somit konnte mit dem Neubau an der Wagistrasse 15 begonnen werden. Die Hülle des neuen Gebäudes beheimatete einst die Heizzentrale der SWS. Seit 2021 laufen die Ausbauarbeiten der Themenwelten im Museum. Dieses soll sich ab 2022 auf rund 900 qm Ausstellungsfläche präsentieren. Mittlerweile hat der Trägerverein des Museums 155 Mitglieder aus der ganzen Schweiz.



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